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Space Universe

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Für gewöhnlich finde ich Spiele der Machart von Space Universe recht ermüdend: Nach der Charaktererstellung wird alle 20 Minuten eine „Quest“ gestartet (wenn man nicht schon vergessen hat, dass man überhaupt noch ein Tab mit dem Spiel offen hat), am Ende der Quest hat man Würfelglück oder -pech und klickt abschließend die Kampfstatistik weiter, bevor man die nächste Quest startet. Das geht so lange, bis das tägliche Questlimit erreicht ist. Dann wird abschließend nochmal im Itemshop vorbeigeschaut und zweitklassige Ausrüstung gekauft, weil die wirklich nützlichen Sachen leider meistens Hyper-Boreal-Blut-Dämonen-Kristalle kosten, und für Premium-Währung sind wir noch nicht motiviert genug.

So, oder so ähnlich hätte Space Quest auch laufen können und es wäre unerwähnt in der Versenkung der 1001 Browserspiele, die keiner braucht, verschwunden, wenn es hier nicht ein paar kleine, aber feine Unterschiede gäbe.

Nachdem wir uns nach der Registrierung für eine der sechs spielbaren Alien-Rassen entschieden haben befinden wir uns auch direkt im Charakterprofil. Dort kann die Ausrüstung des neu erstellten Raumpiloten angesehen und die verschiedenen Attribute gesteigert werden. Dabei ist eine Steigerung sowohl per Geld (Credits) möglich, als auch mit Fertigkeitspunkten, die beim Levelaufstieg verteilt werden. Der erste Pluspunkt fällt bereits hier auf, denn die comicartige Grafik ist sehr liebevoll gestaltet und wirkt nicht so aufdringlich, wie es bei SciFi-Comic leider öfter der Fall ist.

Damit wir den Levelaufstieg möglichst schnell erreichen, empfiehlt es sich, gleich eine der Missionen zu starten (diese unterteilen sich in 3 Schwierigkeitsstufen, von denen wir uns vorerst für die leichteste entscheiden). Auch wenn sich hier spieltechnisch nicht wirklich etwas neues ergibt, glänzt das Spiel durch hervorragende Missionsbeschreibungen und -ideen, die nicht etwa bei der genretypischen Kampfstatistik am Ende der Quest aufhören, sondern zu jeder Mission eine ebensolange Auflösung der Geschichte präsentieren. Und wir reden hier nicht von „Geh doch mal bitte Alien X töten“ – „Super, du hast ihn aber sowas von erledigt“, sondern von regelrechten kleinen Geschichten, die fast ausnahmslos unterhaltsam geschrieben und in Quests verpackt wurden.

Erwähnenswert ist außerdem die Möglichkeit, durch die Teilnahme an Missionen Premiumwährung zu erhalten. Bei jeder Mission besteht eine gewisse (natürlich entsprechend geringe) Chance, einen der begehrten Technetium-Kristalle zu finden. Diese Chance lässt sich durch Steigern eines Attributes sogar noch erhöhen. Dadurch ist es durchaus möglich, sich regelmäßig mit guter Ausrüstung zu versorgen, ohne Geld investieren zu müssen. Wer natürlich im ebenfalls vorhandenen PVP-Modus wirklich vorne mithalten will, muss schon etwas mehr Technetium einsetzen, um mit der Ausrüstung auf der Höhe zu bleiben.

Zusätzlich bietet das Spiel neben den erwähnten Spielerkämpfen die Möglichkeit, sich zu Allianzen zusammen zu schließen, das eigene Raumschiff auszurüsten bzw. gegen bessere Modelle einzutauschen, verschiedene Spezialfähigkeiten zu erlernen und sogar in einem kleinen Flash-Spiel sein eigenes Raumschiff bei simulierten Raumkämpfen zu steuern.

All diese Punkte tragen erheblich zur Langzeitmotivation bei, die mir bei solchen Spielen normalerweise innerhalb von Tagen, wenn nicht Stunden verloren geht. Ich bin mittlerweise Level 10 und werde sicher noch die eine oder andere Mission spielen, bevor ich dann irgendwann genug davon habe und mich dem nächsten „Mission beendet um 18:23″-Spiel widme. Bis dahin hatte ich allerdings Spaß und wurde unterhalten – was will man schließlich mehr…?

Space Universe

Geschrieben von Sascha

9. Februar 2009 um 15:09

Veröffentlicht in Angespielt

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