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KingsAge

mit 7 Kommentaren

Das Problem bei vielen Browserspielen ist, dass man sich tatsächlich durchlesen sollte, worum’s geht. Gut, man kann auch einfach drauf losspielen und sich in seiner Naivität erfreuen, wie gut alles läuft. Heute musste ich erfahren, wie so etwas endet: Man loggt sich eines schönen Morgens ein und stellt fest, dass alles, was man in den letzten Wochen in bester „Sim City“-Manier aufgebaut hatte, jetzt einem gewissen PrimusInterPares gehört… Dabei fing alles so schön an: Nachdem ich lange Zeit erfolgreich „Die Stämme“ als großes deutsches Browserspiel ignoriert habe, las ich von der Veröffentlichung von „KingsAge“. Der unterdrückte Wunsch, wieder einmal Teil einer großen Community zu sein, drang ans Licht und mit dem (völlig sinnbefreiten) Argument „Diesmal bin ich von Anfang an dabei, da wird alles besser!“ konnte ich mich schließlich selbst überreden, einen Account anzulegen. Mit wenigen Klicks war die erste Siedlung gegründet und das vermeintliche Abenteuer begann. 

KingsAge geht dabei den gewohnten Weg (fast) aller Aufbau-Strategiespiele: Mit Hilfe dreier Ressourcen (Holz, Stein und Erz) lassen sich die verschiedensten Gebäude und später auch Truppen bauen. Um an genügend Ressourcen zu kommen, sind jede Menge Bergwerke, Holzfällerhütten und Steinbrüche fällig, bis schließlich genügend Reichtum angehäuft ist, um ein paar Truppen zu trainieren, die man idealerweise dazu einsetzt, dem nächsten Nachbarn seine Habseligkeiten wieder abzunehmen. Das Spielprinzip ist nicht neu, aber sehr erfolgreich und im Prinzip auch nicht schlecht. Beim Interface hat man sich stark an den Stämmen orientiert, auch wenn ich persönlich die grafische Gestaltung bei KingsAge ansprechender finde. 

Da ich von Natur aus eher friedliebend bin, sieht meine normale Vorgehensweise bei Strategiespielen vor, zuerst schnell einen Forschungsvorsprung zu gewinnen, um dann mit überlegenen Einheiten meine Stellungen halten zu können und ganz aufmüpfigen Gegnern auch mal zu zeigen, wo der Hammer hängt. Das klappt meistens ganz gut, also arbeite ich zuerst mal auf einen Alchemisten hin, der mir unzählige nützliche Gadgets und Errungenschaften beschaffen wird. Viele tausend Ressourcen später musste ich leider feststellen, dass Alchemist in der KingsAge-Welt wohl nicht gerade der Traumberuf aller Kinder ist, schließlich will keiner sein ganzes Leben lang nur unnützes Zeug herstellen müssen. Und genau das kann der Alchemist wirklich sehr gut… 

Kurz darauf stellten sich auch die ersten Nachbarn vor und schickten einige ihrer Alchemisten vorbei (die hatten allerdings klangvollere Namen, wie z.B. „Berserker“ und „Templer“). Nach dem (etwas einseitigen) Austausch von Gastgeschenken und einigen gescheiterten Versuchen, meine 10 Knappen dazu zu bewegen, die Stadt gegen 500 anstürmende Kreuzritter zu verteidigen, habe ich mich damit abgefunden, dass hin und wieder jemand vorbei kommt, um meine Sachen zu klauen. Das ist auch weiter kein Problem, solange man dafür sorgt, dass ständig etwas gebaut wird und so nie wirklich viel geplündert werden kann. So plätscherte das Spiel einige Zeit dahin und mit der Zeit bereitete es mir erbärmlicherweise wirklich Freude, wenn eine anrückende Armee mit einer Trillion Einheiten durch meine Stadt marschierte, um dann drei Baumstämme und einen Stein mit nach Hause zu nehmen. Den Rest habe ich nämlich vorher schnell benutzt, um meinen Alchemisten irgendetwas sinnloses erfinden zu lassen, HA!

Tja, langer Rede kurzer Sinn, wie ich heute morgen feststellen musste, gibt es leider auch die Möglichkeit, eine komplette Stadt zu übernehmen. Dass damit mein schöner Plan zunichte gemacht wird, hätte ein kurzer Blick in die Hilfe oder das Forum sicher früher verraten. Wieder mal ein klarer Fall von „Lesen hilft“…

(Ein zweites „Aufbau-Strategie-Spiel“-Eisen habe ich allerdings noch im Feuer, dazu bald mehr…)

kingsage.de

Geschrieben von Sascha

25. Februar 2009 um 23:05

Veröffentlicht in Angespielt

Getaggt mit ,

7 Antworten

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  1. lol, das ist war! :)

    Goboboss³

    28. März 2009 um 21:00

  2. Genau aus diesem Grund spiel ich jetzt lieber kleinere Browserspiele wie zone857.de
    Viel weniger Spieler, gleiches Spielprinzip und nicht so viel Stress mit seinen Nachbarn.

    Primus

    6. Juni 2009 um 08:56

  3. Hey, danke für den Tipp, werd ich mir mal anschauen!

    Sascha

    8. Juni 2009 um 13:16

  4. Hallo – eine schöne Zusammenfassung! Mein Tip: Nochmal neu anfagen und sich um eine Platz in einer in der nähe liegenden und gut funktionierenden Allianz bemühen.

    Ob die gut ist stellt sich leider nur durch „probieren und irren“ heraus. Im besten Falle helfen dir die anderen Spieler dann, deine Siedlung zu verteidigen. Und du ihnen – was den Spielspaß um eine Dimension erhöht, wie ich finde.

    Gruß
    Alexander
    (Welt 2, Allianz =BC=) ;-)

    Alexader

    29. November 2009 um 12:28

  5. Oder falls es dich interessiert mein Browser-Strategiespiel Mythana.de (was übrigens auch auf iPhone und älteren Computersystemen funktioniert). Pro Welt können max. 72 Spieler spielen. Allerdings ist die Beta gerade beendet, ich gehe davon aus das ich das Spiel in wenigen Wochen fertiggestellt habe.

    Viele Grüße

    Aramon

    Aramon

    31. März 2010 um 12:14

  6. Hi Aramon,

    ich war gerade kurz auf deiner Seite, sieht interessant aus! Ich werd mir die Tage mal einen Account machen und anspielen.

    Gruß,
    Sascha

    Sascha

    1. April 2010 um 17:17

  7. Ach ja, Mythana habe ich jetzt komplett überarbeitet, falls du es dir mal anschauen möchtest. :-)

    Aramon

    2. November 2010 um 09:05


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