Eaten by ants
Heute habe ich meine zweite Ameisenkolonie gegründet. Nachdem ich im letzten Sommer mehrere Wochen vergeblich versucht habe, einen Haufen scheinbar unverwundbarer Sechsbeiner von meinem Balkon zu vertreiben, ist das durchaus eine überraschende Wendung. Glücklicherweise sind meine neuen Formicarien super gesichert und bis jetzt hat noch keine Ameise den Ausbruch geschafft. Das alles findet natürlich rein virtuell statt (bis auf die Sache mit dem Balkon).
Bei Eaten by ants geht es erfreulicherweise einmal nicht darum, seine Gegner zu zerquetschen, sondern hier handelt es sich um eine Art „Wirtschaftssimulation im Insektensektor“. Das erste Formicarium (das Terrarium für die moderne Ameise von heute) ist schnell eingerichtet, wir brauchen lediglich eine Königin, ein wenig Futter und etwas Paraffinöl als Ausbruchschutz. Und schon kann der Spaß losgehen, denn bald legt die Königin ihr erstes Ei und damit den Grundstein für die zukünftige Kolonie. Während sich die kleinen Tierchen fleißig vermehren, können wir uns entscheiden, ob wir lieber arbeiten gehen wollen, um Geld für Nachschub zu erwirtschaften, oder ob wir uns der Forschung hingeben, um neue Ameisenarten und Hilfsmittel freizuschalten.
Eaten by ants bietet, ohne wirklich besonders umfangreich zu sein, einige nette Ideen, die zusammen mit dem geringen Spielaufwand doch eine gewisse Langzeitmotivation aufkommen lassen. So wohnen wir am Anfang noch bei den eigenen Eltern und können uns später (finanziert durch die Zucht seltener Ameisenarten) ein eigenes Domizil leisten (inklusive Einkauf beim Möbel-Discounter). Wer die 5 Minuten täglich erübrigen kann und gerne mal ein originelles Setting ausprobieren möchte, dem kann ich nur raten, einen Blick zu riskieren…



