Smashdown
Trotz meiner leichten Abneigung gegenüber Sport-Browserspielen hab ich mich letzte Woche dazu entschlossen, mal einen vielversprechenden Titel auszuprobieren und mir einige hundert Matches gegönnt. Matches sind in dem Fall Kämpfe, wir reden hier nämlich von Smashdown, dem Boxmanager. Ehrlich gesagt habe ich mich allerdings weniger um die Manager-Komponente gekümmert, und mehr ums Draufhauen…
Auf Manager-Seite steht uns ein Trainingsplan für unseren Boxer zur Verfügung, sowie verschiedene Gebäude- und Marketing-Arten, die teilweise die Einnahmen erhöhen, bessere Trainingsmöglichkeiten bieten und unsere Pressearbeit verbessern. Um meiner Linie treu zu bleiben, habe ich ausschließlich die Trainigshalle ausgebaut, um meinen Schläger so stark wie möglich zu machen. Damit wären wir auch schon beim Training, das sozusagen die Geduldskomponente bei Smashdown darstellt. Trainiert werden können entweder eine Reihe von Spezialschlägen (die dann mehr Schaden machen bzw. Kombinationen von Schlägen sind) oder die Kondition des Boxers. Da mir das Wort „Nehmerqualität“ so gut gefällt und es prinzipiell keine schlechte Idee zu sein schien, viel einstecken zu können, hab ich ziemlich schnell angefangen, nur noch Kondition zu trainieren, was sich auch ausgezahlt hat.
- Boxerübersicht
- Die Kampfkonfiguration
Die Spezialschläge sind zwar ein gutes Stück härter, allerdings lernt man immer nur ein begrenztes Kontingent, und zwei Stunden trainieren für drei Schläge erschien mir irgendwie nicht sehr effizient. Hier kommen übrigens auch die Premiumkunden ins Spiel, diese können sich nämlich Unmengen von Spezialschlägen für ein paar Euro kaufen, ohne dafür zwei Wochen trainieren zu müssen. Damit wäre zur Managerseite auch schon alles gesagt und wir können uns dem interessanten Part des Spiels zuwenden: den Boxkämpfen! Diese laufen grundsätzlich immer nach folgendem Schema ab: Vor dem Kampf steht eine gewisse Menge von Angriffs- und Verteidigungsplätzen zur Verfügung, die wir dann mit unseren Verfügbaren Schlägen bzw. Deckungen in einer bestimmten Reihenfolge befüllen können. Der Gegner legt ebenfalls den Ablauf für seinen Boxer fest und der eigentliche Kampf besteht eigentlich nur noch daraus, dass abwechselnd zugeschlagen und verteidigt wird und der jeweils getroffene Ausdauerpunkte verliert, je nachdem wie passend seine Verteidigung war. Hat mein Gegner z.B. als ersten Schlag einen rechten Körperhaken ausgewählt, ich aber eine Kopfverteidigung, dann trifft sein Schlag voll. Nach diesem Schema wird weitergekämpft, bis ein Boxer K.O. ist oder alle Schläge aufgebraucht sind und der Spieler mit der höheren verbliebenen Ausdauer gewinnt.
Das Konzept ist natürlich recht einfach und erscheint komplett zufällig, auf den zweiten Blick fallen allerdings einige Punkte auf, die so etwas wie eine „Kampftaktik“ ermöglichen. Dazu gleich mehr, vorher jedoch noch ein Wort zu meinem Lieblingsfeature bei Smashdown: Den Boxersprüchen! Jeder kann seinem Boxer einige originelle Sprüche mitgeben, die dieser dann vor jedem Kampf, nach einem Sieg bzw. nach einer Niederlage dem Gegner mitteilt. Hier liegt der größte Unterhaltungswert im ganzen Spiel vergraben, denn Analphabetismus scheint wieder groß in Mode zu kommen, zumindest wenn man der repräsentativen Umfrage unter Smashdown-Boxern glauben darf. Hier meine persönlichen Favoriten:
„Ich zermalme dich zu Kieselsteine“ – Ja, genau…
„Wenn deine schulter sich bewegt dann sehe ich das! Es liegt alles im tzschie!!!!!“ – Ist Khung Vu im Boxring wirklich erlaubt?
„ich bin der schenp ihr seit luser!“ – Ich musste wirklich einen Moment überlegen, bis ich den hier verstanden habe… Hier eine mögliche Übersetzung: „Ich bin der Champ, ihr seid Loser!“
Tipps und Tricks
Wie versprochen hier noch einige kurze Überlegungen zur geschickten Auswahl von Angriff und Deckung:
- Von den 6 Standardangriffen sind 4 Schläge zum Kopf, und nur 2 zum Körper. Wenn wir von einer Standard-Verteilung ausgehen, sind also ungefähr doppelt so viele Kopftreffer wie Körpertreffer zu erwarten. Auch psychologisch scheint ein Kopftreffer erstrebenswerter zu sein (verständlicherweise), es ist also durchaus sinnvoll, sich bei der Verteidigung voll auf den Kopf zu konzentrieren. Meine Taktik war daher, als Verteidigung abwechselnd rechte und linke Kopfverteidigung zu wählen, und zwar ausschließlich.
- Um auf die gerade getroffene Erkenntnis zu kommen, muss man nicht gerade ein mathematisches Genie sein, daher habe ich meine Angriffstaktik auch genau auf meine eigene Verteidigungstaktik ausgelegt, und die Angriffsreihenfolge mit 5 Körperhaken und 2 Jabs aufgefüllt.
- Grundsätzlich sollten die schwächeren Schläge, die man aufgrund von Punktemangel in der Schlagfolge platzieren muss, immer zum Schluss kommen, da die meisten Kämpfe gar nicht über die volle Schlagzahl gehen und es keinen Sinn macht, den Kampf mit einem schwachen Schlag zu starten.
- Die Spezialschläge haben mir persönlich recht wenig gebracht, wenn man den nötigen Aufwand betrachtet. Stattdessen bringt das Konditionstraining einen entscheidenden Vorteil, wenn wir davon ausgehen, dass sowohl unser Gegner als auch wir jeden Schlag treffen. Dann halten wir nämlich einen Schlag mehr aus und können diese Art Kämpfe auch gewinnen, wenn der Gegner den ersten Treffer hat.
Mit diesen einfachen Grundsätzen habe ich eine relativ gute Kampfstatistik erzielen können, leider hat für eine längerfristige Analyse etwas die Motivation gefehlt…





