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Archiv für Juli 2009

Krieg bedeutet Frieden

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Politik ist ja landläufig nicht gerade als das spannendste aller Themen bekannt. Auch wenn das der Thematik selbst sicher Unrecht tut, beschränkt sich der Unterhaltungswert doch meistens auf Schadenfreude über Fehltritte einzelner Politiker. Bei meiner neuesten Entdeckung eRepublik hingegen hat man als guter eBürger seines eLandes die Möglichkeit, selbst zum Politiker zu werden, zum ePolitiker sozusagen. Wer trotzdem keine Lust auf Politik hat, kann sich aber auch anderweitig als gutes Mitglied seines virtuellen Staates einbringen, zum Beispiel als Soldat.

Das Spielprinzip ist einfach, aber genial: Jeder Spieler wird bei seiner Anmeldung automatisch Bürger der virtuellen Version seines Landes, also in meinem Fall eGermany. Als kleiner Level 1 Bürger ist noch nicht viel zu machen, also geht man erst mal auf Jobsuche, damit man sich ernähren kann. Die potentiellen Arbeitgeber wiederum sind Firmen, die von anderen Spielern geleitet werden. Wenn man nämlich ein paar Levelaufstiege zu verzeichnen hat, lassen sich immer mehr Funktionen im eigenen Land wahrnehmen. Vom kleinen Produktionsbetrieb bis zur eigenen Partei stehen einem alle Türen offen. Die Levelaufstiege kommen dabei ganz automatisch, wer jeden Tag zur Arbeit geht und einen Happen zu sich nimmt, erreicht ganz automatisch langsam aber kontinuierlich Level für Level. Wie oft bei guten Spielen wird auch bei eRepublik nur der Rahmen vorgegeben und der komplette Inhalt von den Spielern generiert.

Der Job-Markt in eRepublik

Der Job-Markt in eRepublik

Im nächsten Schritt muss man sich vorstellen, dass es natürlich nicht nur eGermany gibt, sondern aus unzähligen Ländern Spieler aktiv sind, was eine echte Weltpolitik ermöglicht. Selbstverständlich gibt es Wahlen (zumindest in eGermany), die zu Kongressen und Staatsoberhäuptern führen, die dann wiederum so wichtige Entscheidungen zu treffen haben, beispielsweise ob es sich lohnt, Krieg gegen ein aufmüpfiges Nachbarland zu führen oder vielleicht doch lieber im Untergrund einen Aufstand anzuzetteln. In der Welt von eRepublik haben sich durchaus andere Machtstrukturen herausgebildet, die USA kann jedenfalls nur davon träumen, eine Weltmacht zu sein ;)

Auch wenn ich täglich maximal 10 Minuten in eRepublik verbringe, muss ich sagen, dass mich das Konzept ziemlich begeistert. Abseits von stumpfsinnigem Second-Life-Geklicke und mit dem nötigen Abstand betrachtet wird hier durch eine virtuelle Welt zumindest im Ansatz deutlich, wie die echte Welt funktioniert. Und wer wissen will, warum ein Krieg gegen unsere freundlichen Nachbarn aus eUngarn gerade noch rechtzeitig kommt, um Schlimmeres zu verhindern, der sollte über einen ersten Urlaub in eGermany nachdenken…

eRepublik

Geschrieben von Sascha

31. Juli 2009 um 16:24

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Aus aktuellem Anlass…

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… möchte ich auf ein Spiel hinweisen, das den Zeitgeist sozusagen perfekt trifft. Die ganze “Wir-müssen-alle-sterben”-Fraktion wird sich bei Pandemic: American Swine bestens amüsieren, besonders weil es sich um den Nachfolger des grandiosen Pandemic 2 handelt. Damals ging es noch darum, mit einem Killervirus die ganze Menschheit auszurotten, das Thema ist jetzt momentan allerdings nicht wirklich en vogue. Also haben sich die Macher diesmal daran gesetzt, Nord-Amerika vor der Schweinegrippe zu retten (der Rest der Welt ist ja quasi sowieso egal… ). Inhaltlich fragwürdig, aber auf jeden Fall spaßig!

Pandemic: American Swine

Pandemic: American Swine

Geschrieben von Sascha

27. Juli 2009 um 08:26

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Mine Things

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Wir befinden uns im Jahr 4024. Nachdem die komplette überlebende Menschheit (Vulkanausbruch, alle tot, blabla…) 2000 Jahre auf dem Mars verbracht hat, kehren die ersten Überlebenden auf die verwüstete Erde zurück. Ich bin grad gar nicht mehr sicher, ob ich das irgendwo auf der Website gelesen, oder mir einfach in den letzten Tagen zusammengereimt habe… Ist auch egal, denn bei Mine Things geht es hauptsächlich ums Sammeln, Zusammensetzen und Handeln von Gegenständen. Da die komplette Erdoberfläche mit Vulkanstaub bedeckt ist, muss der ganze Kram erst aus neugeschaffenen Minen rausgebuddelt werden.

Jetzt beim Beschreiben der Spielmechanik fällt mir allerdings auf, wie sinnlos das ganze ist und ich werd wohl demnächst damit aufhören, trotzdem hier noch ein kurzer Einblick ins Spiel. Das eigentliche Ziel des Spiels ist es, sogenannte “Melds” zu erzeugen. Melds sind Konglomerate verschiedener, thematisch mehr oder weniger passender Gegenstände. Um etwa den (oder das?) Meld “Movies” zu erzeugen, werden die Items “HD Movie Player” und “Skirt” benötigt. Von diesen Melds gibt es jede Menge verschiedener Sorten, farblich sortiert nach Seltenheit. Um an die Gegenstände für neue Melds zu kommen, muss der Spieler seine Minenroboter losschicken und auf sein Schatzgräber-Glück hoffen. Die Roboter suchen vollautomatisch, liefern alle gefundenen Gegenstände im eigenen Lager ab und müssen nur alle paar Stunden aufgeladen werden (durch einen erneuten Login).

Mine Things

Mine Things

Alles, was also bei Mine Things zu tun ist, ist sich alle paar Stunden einzuloggen, die neu gefundenen Gegenstände anzusehen und zu überprüfen, ob damit neue Melds erstellt werden können. Nicht benötigte Gegenstände können für Gold verkauft oder versteigert werden. Hat man alle Melds aus der Startmine zusammen, können für ein paar echte Dollar bzw. horrende Summen von Gold weitere Minen gekauft werden, in denen neue Gegenstände zu finden und neue Melds zu erstellen sind.

Seitdem ich bei Facebook aktiv bin und dort auch hin und wieder Spiele ausprobiere, ist mir aufgefallen, dass immer öfter das Konzept des “Nur-Sammeln-Sonst-Nix” Einzug hält. Bei diesem neuen Spieltyp geht es tatsächlich nur darum, Zeug anzuhäufen, um es dann… zu besitzen! Man kann rein gar nichts damit anfangen. Niemanden damit verprügeln. Nichts upgraden und Achievements gibts auch keine. Ich kann den Kram nichtmal mit dem Kram von anderen vergleichen, um meinen Kram besser zu finden. Und dafür gibt es dann auch noch Premium-Inhalte: Weiterer Kram, der nur für echtes Geld zu haben ist. Ich weiß nicht, wer sowas erfunden hat, und noch weniger, warum offensichtlich Leute dazu bereit sind, echtes Geld zu investieren. Ich hoffe allerdings, dass es bald wieder aufhört,  bevor bei den anderen Item-Sammelspielen auch der restliche Inhalt zusammengestrichen wird und das ganze wunderbare Questen, Grinden und Rumrennen zwischen den Itembelohnungen wegfällt… ;)

Geschrieben von Sascha

20. Juli 2009 um 22:47

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Metagaming at its best

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Ich habe mit Statbuilder ja schon mein Faible für Metagaming öffentlich gemacht, jetzt sind mir noch zwei weitere Spiele untergekommen, die das Ganze nochmal einen Schritt weiter treiben. Bei Achievement Unlocked wird der neuerdings aufgekommene Achievement-Wahn aufs Korn genommen. Das Spiel selbst ist ein schlechtes “Jump n’ Run” (wenn es diesen Namen überhaupt verdient), es gibt allerdings für alle möglichen Sachen ein Achievement (“You started the game!”). Alle 99 möglichen Achievements zu erreichen ist gar nicht so einfach, aber als Erfolgsjunkie kann man sowieso nicht vorher aufhören.

Upgrade Complete hingegen beschäftigt sich mit dem beliebten Genre der Weltraumballerspiele. Wie leider bei diesen oft der Fall, geht es neben dem eher mittelmäßigen Spiel hauptsächlich darum, alle Spielinhalte durch Upgrades aufzuwerten. Upgrade Complete geht dabei über das schnöde Verbessern von Waffen und Schilden hinaus, auch Hintergrundgrafiken, das Hauptmenü und das Copyright können ausgebaut werden. Und wem die Grafik zu schlecht ist, der kauft sich das Upgrade für die Grafikengine… ;)

Achievement Unlocked

Achievement Unlocked

Upgrade Complete

Upgrade Complete

Geschrieben von Sascha

15. Juli 2009 um 08:27

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The several journeys of Reemus, Chapter 3

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Wie bereits im März angekündigt, hat Zeebarf endlich das dritte Kapitel der Reemus-Reihe veröffentlicht. Ja, es ist ziemlich einfach, in 20 Minuten durchgespielt und die Musik nervt, aber Liam und Reemus rocken trotzdem!

Reemus und Liam

Reemus und Liam

The several journes of Reemus, Chapter 3

Geschrieben von Sascha

8. Juli 2009 um 15:12

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Mirror’s Edge 2D

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Jump n’ Runs haben mich noch nie sonderlich lange begeistert, aber in letzter Zeit gab es ein paar Titel, die einen zweiten Blick wert sind. Neben der Closed Beta vom Jump n’ Run MMORPG Jump Jupiter hat mich besonders die Flash-Umsetzung des Konsolen-Krachers Mirror’s Edge die eine oder andere Stunde gekostet. Bei Mirror’s Edge 2D sprintet, klettert, slidet und springt die Heldin zwar in der Seitenansicht durch die grau-rote Stadt, das dynamische Feeling des Originals wurde aber trotzdem gut umgesetzt. Auf die Plätze, fertig, …

Mirror's Edge 2D

Mirror's Edge 2D

Geschrieben von Sascha

7. Juli 2009 um 22:48

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