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Krieg bedeutet Frieden

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Politik ist ja landläufig nicht gerade als das spannendste aller Themen bekannt. Auch wenn das der Thematik selbst sicher Unrecht tut, beschränkt sich der Unterhaltungswert doch meistens auf Schadenfreude über Fehltritte einzelner Politiker. Bei meiner neuesten Entdeckung eRepublik hingegen hat man als guter eBürger seines eLandes die Möglichkeit, selbst zum Politiker zu werden, zum ePolitiker sozusagen. Wer trotzdem keine Lust auf Politik hat, kann sich aber auch anderweitig als gutes Mitglied seines virtuellen Staates einbringen, zum Beispiel als Soldat.

Das Spielprinzip ist einfach, aber genial: Jeder Spieler wird bei seiner Anmeldung automatisch Bürger der virtuellen Version seines Landes, also in meinem Fall eGermany. Als kleiner Level 1 Bürger ist noch nicht viel zu machen, also geht man erst mal auf Jobsuche, damit man sich ernähren kann. Die potentiellen Arbeitgeber wiederum sind Firmen, die von anderen Spielern geleitet werden. Wenn man nämlich ein paar Levelaufstiege zu verzeichnen hat, lassen sich immer mehr Funktionen im eigenen Land wahrnehmen. Vom kleinen Produktionsbetrieb bis zur eigenen Partei stehen einem alle Türen offen. Die Levelaufstiege kommen dabei ganz automatisch, wer jeden Tag zur Arbeit geht und einen Happen zu sich nimmt, erreicht ganz automatisch langsam aber kontinuierlich Level für Level. Wie oft bei guten Spielen wird auch bei eRepublik nur der Rahmen vorgegeben und der komplette Inhalt von den Spielern generiert.

Der Job-Markt in eRepublik

Der Job-Markt in eRepublik

Im nächsten Schritt muss man sich vorstellen, dass es natürlich nicht nur eGermany gibt, sondern aus unzähligen Ländern Spieler aktiv sind, was eine echte Weltpolitik ermöglicht. Selbstverständlich gibt es Wahlen (zumindest in eGermany), die zu Kongressen und Staatsoberhäuptern führen, die dann wiederum so wichtige Entscheidungen zu treffen haben, beispielsweise ob es sich lohnt, Krieg gegen ein aufmüpfiges Nachbarland zu führen oder vielleicht doch lieber im Untergrund einen Aufstand anzuzetteln. In der Welt von eRepublik haben sich durchaus andere Machtstrukturen herausgebildet, die USA kann jedenfalls nur davon träumen, eine Weltmacht zu sein ;)

Auch wenn ich täglich maximal 10 Minuten in eRepublik verbringe, muss ich sagen, dass mich das Konzept ziemlich begeistert. Abseits von stumpfsinnigem Second-Life-Geklicke und mit dem nötigen Abstand betrachtet wird hier durch eine virtuelle Welt zumindest im Ansatz deutlich, wie die echte Welt funktioniert. Und wer wissen will, warum ein Krieg gegen unsere freundlichen Nachbarn aus eUngarn gerade noch rechtzeitig kommt, um Schlimmeres zu verhindern, der sollte über einen ersten Urlaub in eGermany nachdenken…

eRepublik

Geschrieben von Sascha

31. Juli 2009 um 16:24

Veröffentlicht in Angespielt

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