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Dragon’s Call
Nach Evony hätte ich eigentlich wissen sollen, warum mir die hübschen amerikanischen Browserspiele so gut gefallen. Es hat jetzt aber doch noch ein selbsternanntes “Epic Browser MMORPG” gefehlt, um die Erkenntnis in mir reifen zu lassen, und selbst das kann mich nicht davon abhalten, es bald wieder zu tun…
Dragon’s Call ist tatsächlich ein Browser MMORPG, “epic” ist allerdings relativ, zumindest droppen ständig epische Ausrüstungsgegenstände, die den User bei der Stange halten (man hat sich natürlich an die übliche Farbeinteilung gehalten, die WOW-geschädigten wie mir nur zu gut bekannt ist…). Grafisch passiert nicht allzuviel, da das komplette Spiel nur aus HTML-Seiten besteht und keine Animationen vorkommen (wenn man mal von animierten Mob-Gifs absieht). Die Grafiken selbst sehen gut aus, auch wenn der Welt, und damit den vorkommenden NPCs und Gegnern etwas Originalität fehlt. Neben genretypischen Orks und Untoten werden nämlich hauptsächlich die gemeingefährlichen Tiere des Waldes hingemetzelt.
Vom Spielablauf hat sich nicht wirklich viel zum klassischen Charactergame geändert, man merkt allerdings schon, dass den Herstellern inzwischen klar geworden ist, dass täglich fünf mal alle 20 Minuten eine Quest starten niemanden wirklich langfristig interessiert. Zwar werden bei Dragon’s Call ebenfalls nur reihenweise Quests erledigt, um dann bessere Ausrüstung zu bekommen, um noch höhere Monster killen zu können, um … (Computerrollenspiel eben), aber dafür gibt es (ähnlich wie bei Evony) sehr viele Kleinigkeiten, die das Spiel doch interessant machen und einen immer wieder dazu bringen, “mal kurz” reinzuschauen. Das inzwischen typische Glücksrad darf genausowenig fehlen, wie ein Auktionshaus, einfaches Crafting, Daily-Quests, Arena-PVP und Welt-Events.
- Die Weltkarte
- Die Stadtansicht
So, um die Kurve noch zu kriegen und zum Einstieg zurückzukommen: Spiele wie Dragon’s Call gefallen mir anfangs so gut, weil sie echt einsteigerfreundlich sind. Und damit meine ich nicht das Tutorial oder die Einführungsquests. Nein, es kann einem einfach nichts passieren. Man wird nicht nach zwei Wochen Spielen geraidet und steht ab da auf der Farmliste irgend einer Gilde. Hier kann jeder gemütlich vor sich hinspielen, ohne sich um die anderen Sorgen zu machen. Ich bin ein paar mal umgehauen worden, als ich mich auf der Weltkarte ausgeloggt hab, aber selbst das hab ich erst Tage später gemerkt, als ich zufällig in meine Mails geguckt habe. Leider ist genau das auch der Punkt, der langfristig stört: Man verpasst zu leicht den Absprung und klickt nur noch alleine vor sich hin. Der Multiplayer-Aspekt geht völlig verloren und Charakter leveln und Gegenstände abgreifen reicht für ein Browserspiel dieser Sorte einfach nicht aus. Dafür fehlt die wirkliche Herausforderung, denn die Kämpfe bieten weder Taktik noch Tiefgang und auf Dauer wird das Klicken nervig und zu aufwendig. Und so bricht die einstmals gute Idee, Quests eben nicht nur per Klick zu starten und dann 20 Minuten zu warten, sondern ständig auf der Karte hin- und herlaufen und Zeugs anklicken zu müssen, einem ansonsten vielversprechenden Spiel das Genick.
Es kann trotz alledem nichts schaden, sich das Spiel mal anzuschauen, es gibt weiß Gott schlimmere Wege, seine Zeit zu verschwenden. Wenigstens ändert sich mal was und es gibt doch noch mehr als das hunderste “Vampire vs. Werwolf” – “Rollenspiel”…
Dragon Age: Journeys
Passend zum aktuellen Rollenspiel-Hit Dragon Age: Origins arbeitet EA wohl an einem flashbasierten Browserspiel. Das Gameplay-Video sieht irgendwie… schwer zu beschreiben aus. Könnte was werden. Oder auch nicht.
Rise of Gods
Nachdem ich ja nun schon mehrfach darauf hingewiesen habe, dass ich Rise of Gods spiele, sollte ich jetzt auch endlich mal was dazu sagen. Ich muss allerdings ehrlich zugeben, dass ich immernoch nicht genau weiß, was ich davon halten soll. ROG ist ein klassisches Aufbaustrategie-Spiel im Mittelalter/Fantasy-Setting, wie immer werden Rohstoffe abgebaut, Einheiten gebaut, Gegner verhauen, eigentlich nichts besonderes. Was ich hier allerdings interessant fand, ist sozusagen der “göttliche Aspekt”, denn statt eines schnöden Königs verkörpern wir hier gleich einen Gott. Den Rest des Beitrags lesen »
Rise of Gods – Beta
Am Samstag beginnt die (von mir) heiß ersehnte Beta von Rise of Gods. Eigentlich bin ich aufbaustrategie-technisch gerade etwas überversorgt mit Kingsage und Demonlords, aber das kann ich mir nicht entgehen lassen. Wer sich noch an das gute alte Populous erinnert (das ist fast 20 Jahre her, kaum zu glauben), dem wird’s bei Rise of Gods die Tränen in die Augen treiben. Endlich wieder Gott sein! Endlich wieder die Welt nach den eigenen Vorstellungen formen und seinen Anhängern Frieden, Glück und Reichtum bescheren (und den Anhängern der anderen den Boden unter den Füßen wegklicken und ihnen beim Ertrinken zusehen *g*).
An Populous wird Rise of Gods selbstverständlich nicht herankommen, aber trotzdem bin ich auf das doch zugegebenermaßen sehr reizvolle Setting und die Umsetzung gespannt. Wir werden sehen (und lesen)…





